
Die Jōmon-Zeit oder Jōmon-Kultur bezeichnet eine von 13.000 bis 300 v. Chr. andauernde Phase in der japanischen Geschichte. Grund für diese Einteilung waren Fundstücke aus Keramik, die der Epoche ihren Namen gaben. Jōmon (Jō – Schnur, mon – Muster) bedeutet im Japanischen Schnurmuster. Die Besonderheit dieser Keramik besteht in ihrer ausgesprochen kreativen Gestaltung. Mit unterschiedlich dicken Schnüren wurden Rillen in den roten Ton gepresst, so dass bestimmte Muster entstanden. Typisch hierfür waren flammenartige Spiralmuster. Die Keramik wurde im Vergleich zur Yayoi-Zeit mit relativ niedrigen Temperaturen gebrannt.
Yayoi bezeichnet eine japanische Kulturepoche, die ihren Ursprung ungefähr 300 v. Chr. hat und bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. hineinreicht. Ihren Namen verdankt sie der ersten Fundstelle einer neuen Keramikart, die in einem Vorort von Tokio gefunden wurde. Diese neue Keramik unterscheidet sich in Form und Gestaltung sehr von der der Jōmon-Zeit. Sie ist nun wesentlich schlichter und härter, da sie bei höheren Temperaturen gebrannt wird.
Die Haniwa sind bis zu 1,50 m große japanische Grabfiguren aus unglasiertem Ton, die meist in der Technik Wasumi (oder Aufbautechnik) hergestellt wurden. Das heißt, dass zu ihrer Herstellung keine Töpferscheibe benutzt, sondern Tonrollen aufeinander gefügt und verstrichen wurden.
Die Form der den Gräbern beigegebenen Haniwa entwickelte sich stetig. Die ältesten aus dem 4. bis 5. Jahrhundert hatten zylindrische Form (daher der Name) und erinnerten an große Keramikvasen, mit typischerweise 40-50cm Durchmesser und etwa 1m Höhe. Sie wurden in kleinen Öfen gleich neben dem Grabmal gebrannt. Danach stellen sie zunehmend unterschiedliche Dinge dar, die eine Militäraristokratie kennzeichnen, etwa Rüstungen, Schilde, Waffen, Schiffe und Gebäude.
Jene, die Personen und Tiere darstellen, befinden sich in der Regel im Eingangsbereich der Grabkammer eines Grabhügels und sollten ein Hindernis für das Profane und Böse sein. Wurden die Haniwa anfangs hauptsächlich in den Ecken der Grabkammern und vor deren Öffnungen aufgestellt, kamen sie mit der Verlagerung des Produktionsschwerpunktes nach Kantō Ende des 5. Jahrhunderts vor allem auf den Schlüssellochgräbern zu stehen: Sie wurden auf den Absätzen etwa in mittlerer Höhe der Gräber (gewissermaßen eine Höhenlinie bildend) und entlang des Randes der obersten Schlüssellochförmigen Abflachung aufgereiht.
In der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts erschienen Haniwa erstmals in Form von Tieren und Menschen, etwa Hunde, Pferde, Vögel und Hirsche. Unter den menschlichen Statuen fand man bis zu 1,50 Meter hohe Krieger, Musiker, Tänzer und Priesterinnen. Die Vielfalt, besonders der Kleidung zeigt die hierarchische Ordnung dieser Gesellschaft.
Während sich die größeren Haniwa-Figuren des aristokratischeren Kinai statischer geben, fallen die Figuren in Kantō lebendiger und expressiver aus. Dies spiegelt die dort vorherrschende Gesellschaftsstruktur aus einem Mix hauptsächlich von Soldaten und einfachem Volk wider.
Im 6. Jahrhundert entwickelten sich Gruppen spezialisierter Töpfer, die bald die Herstellung dominierten. Ursprünglich waren Haniwa bemalt, wie auch die Wände der Grabkammern und sogar die Gebeine. Sie tragen besonders Spuren von Eisenoxid-Rot, besonders auf den Gesichtszügen menschlicher Figuren. Sie wurden auch mit weißen Pigmenten aus Lehm und schwarzen aus Manganoxid verziert, die sich jedoch nicht bis heute erhalten haben. Unabhängig von ihrer Herkunft sind alle Haniwa Hohlfiguren mit Öffnungen an Stelle von Augen und Mündern.
Obwohl das Wort Haniwa im engeren Sinn Statuen aus Ton bezeichnet, die auch bei weitem am zahlreichsten sind, hat man den Begriff auf andere zum gleichen Zweck verwendet Skulpturen ausgedehnt: Steinskulpturen im Norden von Kyūshū, die aus dem Vulkangestein das Berges Aso geschnitten wurden, stellen Pferde sekiba, Menschen oder Schilder dar. Auch entsprechende Objekte aus Holz, die wegen ihrer schlechten Haltbarkeit sehr selten gefunden werden, rangieren unter dem Sammelbegriff Haniwa. Die Ankunft des Buddhismus in Japan führte mit der Einführung neuer Begräbnisformen dazu, dass diese Statuen aus dem Gebrauch gerieten.












