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Ceramic studio
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Neolithikum

Neolithic Pottery, 4000 BCNational Museum of Switzerland
Neolithic Pottery, 4000 BCNational Museum of Switzerland

Die notenkopfkeramische Formung stellt einen jüngeren Zeithorizont (etwa 5200 bis 4700 v. Chr.) der Linearbandkeramik Mitteleuropas dar. Der Name wird von der charakteristischen Verzierung der meist bomben, kumpf oder flaschenförmigen Gefäße (eingeritzte Linien und notenkopfartige runde Vertiefungen) abgeleitet. Auch die anthropomorphen und zoomorphen Idolplastiken tragen oft diese Notenkopfmuster, manchmal noch in Verbindung mit den archaisch wirkenden Röntgenstilelementen der vornotenkopfkeramischen Phase.

Spezielle Verzierungsmerkmale, wie Sarka und Zselizornamente (Notenkopfderivate verschiedener Ausformung), sind lokal und zeitlich bestimmt. Die Notenkopfkeramik ist in ihrer Endphase mit der Stichbandkeramik gleichzeitig und wird schließlich von dieser oder der Bemaltkeramik abgelöst. Das Kerngebiet der Notenkopfkeramik liegt in Ostösterreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Modifizierte Erscheinungen sind auch aus Deutschland, Frankreich und Polen bekannt. Bedeutende Großsiedlungen mit typischen Inventaren befanden sich beispielsweise in Asparn an der Zaya, Breiteneich, Frauenhofen (Gemeinde St.Bernhard-Frauenhofen), Grafensulz und Pulkau.

Die neolithische Siedlung Sesklo wurde nach dem gleichnamigen Ort in der Nähe der Ausgrabungsstätte benannt. Sesklo liegt ungefähr 10 km westlich von Volos in Thessalien, Griechenland. Die Sesklo-Kultur wird nach ihrer Keramik in drei Stufen Protosesklo, Vorsesklo und Sesklo eingeteilt. Zur Zeit des Protosesklo ist die Keramik meist monochrom rötlich bis bräunlich bemalt und gut poliert. Einfache Ornamentik, wie Zick-Zack, Wellen und Rhomben, ist ebenfalls zu beobachten. Für die Vorsesklo-Zeit ist die aufkommende Impressoware (typisch für den adriatischen Raum) neben der weiterhin benutzten monochromen Ware, charakteristisch. In der Sesklo-Zeit wurden die Traditionen der Protosesklo-Zeit wieder aufgenommen. Für die Dekoration von Keramik waren Linienbänder, Wolfszahn an Zick-Zack und Schachbrettmuster beliebte Motive.

Die Vinča-Kultur ist eine Kultur, die zwischen 5400 und 4500 v. Chr. in Serbien, West-Rumänien, Süd-Ungarn und im östlichen Bosnien verbreitet war, und die Zeit des Mittel- und Spätneolithikums sowie des frühen Äneolithikums einnimmt. Sie wurde von Friedrich Holste in die Phasen Vinča A-D eingeteilt. Typisch ist eine sehr qualitätvolle, überwiegend unbemalte Keramik. Die Oberfläche ist meist geglättet und glänzend poliert, teilweise mit Riefen oder Kanneluren verziert. Daneben kommen rechtwinklige Ritzmuster vor. Scharf profilierte bikonische Formen sind häufig. Oft sitzen 2-4 Knubben am Umbruch.

Die Stufen von Holste zeichnen sich durch folgende keramischen Merkmale aus:
Vinča A: bikonische Schalen und Schüsseln, Becher mit Kragenrand, hohe Fußschalen, oft mit rotem Überzug, doppelkonische Gefäße mit Zylinderhals, eiförmige Töpfe. Verzierung durch Kannelurmuster, geradlinige Ritzmuster
Vinča B: Die meisten Formen aus A setzen sich fort. Bei den Verzierungen tauchen nun auch gerundete Ritzmuster auf, sowie mit Stichen gefüllte Bänder.
Vinča C: Töpfe mit Spiralriefenverzierung und Mäandermuster mit stichgefüllten Bändern. Erstmals Knopfhenkel und Gefäße mit Ausguss.
Vinča D: Gefäßformen ähneln C, nun aber pastose weiße und rote Bemalung mit rektilinearen Mustern.

Tonfiguren zeigen meist stehende Frauen mit großen und vortretenden Augen und einem dreieckigen Gesicht, das von manchen Forschern als Maske gedeutet wird. Diese Gesichtsform findet sich auch bei theriomorphen (tierförmigen) Figuren, wir hätten es also mit maskierten Rindern zu tun. Eine 20 cm lange Maske aus schwach gebranntem Ton wurde 2001 in Uivar gefunden. Menschen- und Tierköpfe aus Ton werden als Giebelzier der Häuser gedeutet. Im jüngeren Vinča kommen auch sitzende Figuren vor. Ferner finden sich menschen- und tiergestaltige Gefäßdeckel, die meist mit Ritzlinien verziert sind und die selben hervorquellenden Augen wie die Idole zeigen.

Als die Bandkeramische Kultur, Linearbandkeramische Kultur oder LBK (auch Vornotenkopfkeramik und Notenkopfkeramik genannt) wird eine der ältesten bäuerlichen Kulturen der Jungsteinzeit (Neolithikum) in Mitteleuropa bezeichnet. Die Bezeichnung Bandkeramik leitet sich von der charakteristischen Verzierung der keramischen Gefäße mit einem Bandmuster aus runden und eckigen Spiralbogenlinien ab. Die Bandkeramik ist in Westungarn (Transdanubien), Rumänien, der Ukraine, Österreich, der Südwestslowakei, Mähren, Böhmen, Polen, Deutschland (Lahntal) und Frankreich (Pariser Becken, Elsass und Lothringen) verbreitet und als größte Flächenkultur des Neolithikums zu betrachten.

Älteste Daten für die Bandkeramik datieren in die Zeit um 5600/5500 v. Chr. Nach heutigem Forschungsstand geht man davon aus, dass die Bandkeramik aus dem Starčevo-Körös-Komplex hervorging, vielleicht unter Einfluss der Vinča-Kultur. In diesem Zusammenhang sind besonders die in den letzten Jahren ergrabenen frühestbandkeramischen Siedlungen in Transdanubien von Bedeutung, die Keramik erbrachten, welche Elemente der Starčevo-Kultur aufweist, daneben jedoch neue Züge trägt, die charakteristisch für die Bandkeramik sind. Solche Siedlungen wurden z. B. in Szentgyörgyvölgy-Pityerdomb, Vörs-Mariaászonysziget oder Andráshida-Gébarti-tó gefunden. Heiß umstritten ist immer noch, auf welche Art und Weise sich die Bandkeramik derart schnell in einem so großen Gebiet verbreitete und wer die Träger dieser Kultur waren.

Während die ältere Forschung davon ausgeht, dass es sich um eine reine Migration von Ackerbauern und Viehzüchtern aus dem Donauraum handelt, diskutieren andere Forscher eine mögliche Übernahme neolithischer Lebensweise durch einheimische mesolithische Bevölkerungsgruppen. Sie stützen sich dabei hauptsächlich auf die Silexgeräte ältestbandkeramischer Siedlungen, die ihrer Meinung nach teilweise mesolithische Züge aufweisen, sowohl in bestimmten Formen (Querschneider/Trapeze etc.) als auch in bestimmten Abschlagtechniken (Präparation der Schlagflächen). Unklar ist außerdem, welche Rolle die sogenannte La-Hoguette-Gruppe spielt, die von der Normandie (eponymer Fundort) bis ins Main-Neckargebiet verbreitet ist und deren Hinterlassenschaften mit der ältesten und älteren Stufe der Bandkeramik zu synchronisieren sind. Die La-Hoguette-Gruppe lässt sich aus der sog. Cardial-Kultur bzw. Impresso-Kultur herleiten, einer frühneolithischen Kultur, die chronologisch mit dem Starčevo-Körös-Komplex einzuordnen und an den Küsten des Mittelmeers verbreitet ist. Die Cardial-Kultur verbreitete sich schließlich um etwa 6500 v. Chr. vom Rhone-Delta aus nach Norden.

Die Starčevo-Kultur (auch als Starčevo-Körös-Cris-Kultur bezeichnet) datiert in das Frühneolithikum und ist als Vorläufer der Linienbandkeramik bekannt. Sie wurde nach der Fundstätte Starčevo bei Pančevo (Serbien) benannt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südtransdanubien, Nordkroatien und Teile Bosniens. Enge Verwandtschaft zeigt die Starčevo-Kultur mit der Körös-Kultur Ostungarns und der Criş-Kultur Rumäniens sowie mit einigen lokalen Gruppierungen Makedoniens (Gruppe Anzabegovo-Vrsnik und Gruppe Veluska Tumba-Porodin).

Verbindungen gibt es auch zum bulgarischen Frühneolithikum. Das Formenspektrum der Starčevo-Kultur umfasst halb - bis dreiviertelkugelige Gefäße, Schüsseln und Schalen, die bisweilen auf Füßen ruhen, Flaschen und große Vorratsgefäße. Während die Grobkeramik oft Schlickrauung (Barbotine), Fingerkerben oder Fingerkniffe, Warzen etc. als Verzierung aufweist, ist ein geringer Prozentsatz (etwa 2-3%) der Feinkeramik bemalt. Auf Grund dieser Bemalung kann die Starčevo-Kultur chronologisch in mehrere Stufen untergliedert werden. Die älteste Keramik ist monochrom.

Darauf folgt eine Stufe mit Bemalung in weiß-auf-rot. An Motiven finden sich Tupfen, Netzmuster, rekti- und kurvolineare Formen (florale Muster, Spiralen etc.). Die Stufen mit monochromer und weiß-auf-rot bemalter Keramik werden als ProtoStarčevo zusammengefasst. Das klassische Starčevo zeigt schließlich Bemalung in dunkel-auf-hell. Auch hier kommen kurvo- und rektilineare Motive vor.

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