
Die griechische Vasenmalerei ist eine der am meisten verbreiteten Überlieferungsreste aus der griechischen Antike. Sie schließt neben dem griechischen Mutterland auch Großgriechenland hierin mit ein. Vasen waren auch Exportgut. Besonders attische Keramik war sehr gefragt. So kommt es, daß diese in Großgriechenland bis nach Etrurien gelangten. Das wiederum brachte es mit sich, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als in etruskischen Gräbern attische Vasen gefunden wurden, diese für etruskisch oder italisch gehalten wurden. Durch Stilvergleich war es aber Johann Joachim Winckelmann, der ihren wahren Herkunftsort erkannte. Gleichwohl wurde diese richtige Erkenntnis lange Zeit nicht anerkannt.
Bemalt wurden alle Arten von Gefäßen, die man für Vorratshaltung, Mahlzeiten und Feste benötigte. Auch als Grabbeigaben wurden Gefäße aufwändig gestaltet. Da es auf diese Weise unzählige bemalte Gefäße gab, hat sich diese Kunstform bis heute sehr gut erhalten und ist in der Klassischen Archäologie oft die Basis für Datierungen. Durch Signaturen sind auch Namen von Malern und Töpfern bekannt. Bei den meisten jedoch muss man sich in der Klassischen Archäologie mit Notnamen behelfen. Solche werden beispielsweise nach charakteristischen Merkmalen, die in ähnlicher Weise häufiger auftreten und daher auf einen engeren Herkunftskreis schließen lassen oder durch Signaturen im Sammlungsinventar, vergeben.











