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    <title>Keramikgeschichte</title>
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      <title>Jungpaläolithische Kleinkunst</title>
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      <description>Harappian sealer, 2500&#45;2000 BCDer Begriff Kleinkunst bildet den Gegenbegriff zu den grossformatigen Malereien und Gravierung in steinzeitlichen Höhlen. Die figürlichen Gravierungen, oft auf Lochstäben aus Rengeweih, Knochen, Stein oder Gagat, bilden quantitativ die grösste Gruppe der mobilen Kleinkunst; hier finden sich ausschließlich Darstellungen von Tieren, v. a. von Hirscharten, Steinböcken und Wildpferden. Eingravierte Zeichen und Symbole finden sich auf Geschossspitzen, Harpunen, den &#8220;baguettes demi&#45;rondes&#8221; oder auf kleineren Lochstäben.</description>
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      <title>Neolithikum</title>
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      <description>Neolithic Pottery, 4000 BCNational Museum of SwitzerlandDie notenkopfkeramische Formung stellt einen jüngeren Zeithorizont (etwa 5200 bis 4700 v. Chr.) der Linearbandkeramik Mitteleuropas dar. Der Name wird von der charakteristischen Verzierung der meist bomben, kumpf oder flaschenförmigen Gefäße (eingeritzte Linien und notenkopfartige runde Vertiefungen) abgeleitet. Auch die anthropomorphen und zoomorphen Idolplastiken tragen oft diese Notenkopfmuster, manchmal noch in Verbindung mit den archaisch wirkenden Röntgenstilelementen der vornotenkopfkeramischen Phase.</description>
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      <title>Ägypten</title>
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      <description>Egyptian pottery, 1400 BCIm 5. Jahrtausend v. Chr. fertigten ägyptische Töpfer dünnwandige, dunkle, hochpolierte Keramik mit feiner Kordeldekoration an. Die bemalte Keramik aus dem 4. Jahrtausend mit geometrischen Figuren und Tierfiguren auf rotem, braunem und erdfarbenem Untergrund hatte ein weniger hohes Niveau. Zur Zeit der Dynastien war Ägypten für seine glasierten Keramiken berühmt.</description>
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      <title>Die Töpferscheibe: 3000 v.Chr.</title>
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      <description>Die Töpferscheibe ist eine der ältesten Erfindungen der Menschheit. Der älteste Fund einer Töpferscheibe wird auf etwa 3000 v. Chr. datiert und stammt aus Mesopotamien. Oft wird daher den Sumerern die Erfindung der Töpferscheibe zugeschrieben. Es gibt jedoch ältere Keramikfunde aus Indien, die nahe legen, dass die Indus&#45;Kultur die schnell drehende Töpferscheibe möglicherweise schon im 5. Jahrtausend v. Chr. kannte.</description>
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      <title>Griechische Vasenmalerei</title>
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      <description>White funerary lekythos, circa 410 BC, The National Archeological Museum, AthensDie griechische Vasenmalerei ist eine der am meisten verbreiteten Überlieferungsreste aus der griechischen Antike. Sie schließt neben dem griechischen Mutterland auch Großgriechenland hierin mit ein. Vasen waren auch Exportgut. Besonders attische Keramik war sehr gefragt. So kommt es, daß diese in Großgriechenland bis nach Etrurien gelangten. Das wiederum brachte es mit sich, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als in etruskischen Gräbern attische Vasen gefunden wurden, diese für etruskisch oder italisch gehalten wurden. Durch Stilvergleich war es aber Johann Joachim Winckelmann, der ihren wahren Herkunftsort erkannte. Gleichwohl wurde diese richtige Erkenntnis lange Zeit nicht anerkannt.


Bemalt wurden alle Arten von Gefäßen, die man für Vorratshaltung, Mahlzeiten und Feste benötigte. Auch als Grabbeigaben wurden Gefäße aufwändig gestaltet. Da es auf diese Weise unzählige bemalte Gefäße gab, hat sich diese Kunstform bis heute sehr gut erhalten und ist in der Klassischen Archäologie oft die Basis für Datierungen. Durch Signaturen sind auch Namen von Malern und Töpfern bekannt. Bei den meisten jedoch muss man sich in der Klassischen Archäologie mit Notnamen behelfen. Solche werden beispielsweise nach charakteristischen Merkmalen, die in ähnlicher Weise häufiger auftreten und daher auf einen engeren Herkunftskreis schließen lassen oder durch Signaturen im Sammlungsinventar, vergeben.</description>
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      <title>Iran und Türkei</title>
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      <description>Catal Hüyük, 6250&#45;5400 BC, TurkeyWährend der Seldschuken&#45;Dynastie, die Iran, Irak, Kleinasien und Syrien im 12. und 13. Jahrhundert regierte, wurde ein Ersatz für das Porzellan gefunden; die iranischen Städte Rayy und Kāshān wurden die Zentren der Herstellung weißer Keramik. Eine weitere schöne Seldschuken&#45;Keramik war das Mina’i, eine Email&#45;Aufglasur&#45;Keramik, deren Feinheit der Buchmalerei gleichkam. Die Töpfer aus Kāshān verwendeten nach den Eroberungszügen durch die Mongolen im 13. Jahrhundert grüne Glasuren, die vom chinesischen Celadon beeinflusst waren. Im 9. Jahrhundert kamen im Iran kobaltblaue Glasuren auf. Vom 14. bis 18. Jahrhundert verwendete man sie erneut, da blauweiße Keramik bei chinesischen und europäischen Auftraggebern sehr beliebt war.</description>
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      <dc:date>2006-09-15T11:56:00+01:00</dc:date>
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      <title>China</title>
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      <description>Tang&#45;Keramik


Vor allem wird die Kunst der Tang&#45;Zeit mit naturbelassenen oder farbig glasierten Keramik&#45;Skulpturen assoziiert, die meist Pferde, Kamele und wütende Dämonen („Höllenwächter“) darstellen, aber auch Hofdamen und Musikanten. Die bisweilen erkennbar unchinesischen Gesichtszüge der Dargestellten sind über die kulturellen Einflüsse aus Westasien und Europa zu erklären, die insbesondere über den regen Handel über die Seidenstraße vermittelt wurden.</description>
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      <title>Korea</title>
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      <description>Auch heute widmen sich zahlreiche Töpfermeister in Korea mit der gleichen Hingabe und Sorgfalt ihrer Kunst, mit der sich die Meister der Goryeo&#45;Zeit (918&#45;1392) oder der Joseon&#45;Zeit (1392&#45;1910) der Erzeugung der mystischen Farben des Celadons gewidmet haben.</description>
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      <title>Japan</title>
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      <description>Haniwa, 600 AD, JapanDie Jōmon&#45;Zeit oder Jōmon&#45;Kultur bezeichnet eine von 13.000 bis 300 v. Chr. andauernde Phase in der japanischen Geschichte. Grund für diese Einteilung waren Fundstücke aus Keramik, die der Epoche ihren Namen gaben. Jōmon (Jō – Schnur, mon – Muster) bedeutet im Japanischen Schnurmuster. Die Besonderheit dieser Keramik besteht in ihrer ausgesprochen kreativen Gestaltung. Mit unterschiedlich dicken Schnüren wurden Rillen in den roten Ton gepresst, so dass bestimmte Muster entstanden. Typisch hierfür waren flammenartige Spiralmuster. Die Keramik wurde im Vergleich zur Yayoi&#45;Zeit mit relativ niedrigen Temperaturen gebrannt.


Yayoi bezeichnet eine japanische Kulturepoche, die ihren Ursprung ungefähr 300 v. Chr. hat und bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. hineinreicht. Ihren Namen verdankt sie der ersten Fundstelle einer neuen Keramikart, die in einem Vorort von Tokio gefunden wurde. Diese neue Keramik unterscheidet sich in Form und Gestaltung sehr von der der Jōmon&#45;Zeit. Sie ist nun wesentlich schlichter und härter, da sie bei höheren Temperaturen gebrannt wird.</description>
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      <dc:date>2006-09-15T11:34:00+01:00</dc:date>
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      <title>Amerika</title>
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      <description>Chancay, Peru, 1200&#45;1450 AD, Archeological Museum, LimaDie älteste amerikanische Keramik stammt aus Ecuador in Südamerika und hat ein Alter von 6.900 Jahren. Die in Nordamerika älteste Keramik wurde auf Stallings Island im Savannah River (Georgia) gefunden, die ein Alter von 5.260 Jahre aufweist. Vor 4.710 Jahren &#45; also in der Spät archaischen Phase wurde die älteste Keramik von Florida gebrannt. Die Hohokam fertigten die älteste Keramik des Südwesten Nordamerikas, die auf 300 v. Chr. datiert wurde. Das Verfahren, was sie dazu anwendeten, stammt wahrscheinlich aus Mittelamerika.


Wie wurde diese Keramik in prähistorischer Zeit gefertigt? Die Herstellung kleiner Schalen mit Ornamenten dauerte etwa zwei Stunden, dazu kam noch die Zeit der Trocknung von etwa 12 Stunden und die Zeitdauer des Brennens von ungefähr 36 bis 80 Minuten.</description>
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      <dc:date>2006-09-15T11:28:00+01:00</dc:date>
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