Die Töpferscheibe ist eine der ältesten Erfindungen der Menschheit. Der älteste Fund einer Töpferscheibe wird auf etwa 3000 v. Chr. datiert und stammt aus Mesopotamien. Oft wird daher den Sumerern die Erfindung der Töpferscheibe zugeschrieben. Es gibt jedoch ältere Keramikfunde aus Indien, die nahe legen, dass die Indus-Kultur die schnell drehende Töpferscheibe möglicherweise schon im 5. Jahrtausend v. Chr. kannte. Auch in Ägypten war die Töpferscheibe seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bekannt. Möglicherweise wurde dort die fußbetriebene Töpferscheibe erfunden. Es gibt nicht viele Funde von Töpferscheiben, aber eine Reihe von Darstellungen, unter anderem auf ägyptischen Gemälden, die Töpfer bei der Arbeit zeigen.
Die Töpferscheibe ist eine meist aus Holz bestehende, sich horizontal drehende Scheibe, auf der der Töpfer seine Gefäße formt. Man unterscheidet prinzipiell zwischen der langsam und der schnell drehenden Töpferscheibe. Die langsam drehende Töpferscheibe wird oft mit der Hand in Drehung versetzt und hilft beim Erstellen von Keramiken aus mehreren Tonstücken (Aufbauen).
Die schnell drehende Töpferscheibe ermöglicht die Technik des Hochziehens. Dabei wird das Gefäß aus einem einzelnen Tonklumpen erzeugt, der in die Mitte der Töpferscheibe gelegt und dann mit der Hand ausgehöhlt und zwischen den Fingern in die Höhe gezogen wird, so dass eine gleichmäßige, glatte Wand entsteht. Diese Technik beschleunigt nicht nur den Herstellungsvorgang erheblich, sondern sorgt auch für regelmäßigere, symmetrischere Formen.











