
Terra Sigillata (TS) ist der moderne Name für eine bestimmte Form römischen Tafelgeschirrs, die Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. in italischen Werkstätten (Arezzo) entwickelt wurde. Die Römer haben „das gute Tafelgeschirr“ in Handwerksbetrieben (Manufakturen) hergestellt, die ihre Ware mit einem Manufaktursiegel versehen wurde.
Das Geschirr zeichnet sich durch einen glänzend roten Überzug aus. Neben glatter Ware gibt es reliefverzierte, mit Modeln hergestellte Gefäße. Mit einzelnen Stempeln wurde die Verzierung im Model gestaltet und anschließend ausgeformt. Vor allem Schalen wurden so verziert. Die verzierte Zone wird nach oben in der regel durch einen sogenannten Eierstab abgeschlossen. Die Stempel - sowohl die Herstellerstempel als auch die Bildstempel - sind für die Archäologie eine wichtige Hilfe zur chronologischen Einordnung, die Erforschung der Terra Sigillata hat in der Archäologie daher eine lange Tradition. Die erste Einteilung entstand 1896 durch Hans Dragendorff.











