
Terrakotta (nach ital. terra cotta, „gebrannte Erde“), in anderer Schreibweise Terracotta, wird als Materialbezeichnung für gebrannte, unglasierte Tonobjekte wie Gefäße, Skulpturen und Baukeramik verwendet, gelegentlich auch als Benennung für einen warmen, erdigen Farbton.
Terrakotta wird aus eisenhaltigem roten, aber auch aus kalkhaltigem gelblichen Ton hergestellt. Die mineralische Zusammensetzung der Tonsorten bzw. ihrer Mischungen bestimmen die charakteristischen Eigenschaften hochwertiger Terrakotten. Die Stücke weisen einen natürlich warmen Farbton und gute Haltbarkeit auf, sind wasserfest und widerstandsfähig gegen Frost. Da nur ein einmaliger Brand und relativ niedrige Temperaturen (900-1000° Celsius) erforderlich sind, ist die Herstellung nicht kompliziert. Das Material ist einer der ältesten Werkstoffe der Kulturgeschichte. Es kommt in großen Mengen vor, lässt sich leicht bearbeiten und fand daher schon in der Antike weit verbreitet Anwendung. Spätere Blütezeiten waren die Renaissance und das 19. Jahrhundert. Schon aus prähistorischer Zeit sind kleine Gegenstände zu finden, in der kretisch-mykenischen Kultur dann schon zahlreiche Menschen- und Tierstatuetten.











